Materialien

Wie an den Abbildungen der einzelnen Stücke unschwer zu sehen, forme ich praktisch alles aus Draht. Hierzu gibt es viele historische Vorbilder, die ich aber nur in Einzelfällen annähernd genau nachahme.
Meist nehme ich die Vorbilder als Anregung für freie Entwürfe, in einigen Fällen ahme ich die Konstruktion zwar genau nach, nehme mir aber im Detail Freiheiten bzgl. der Materialien in noch anderen Fällen versuche ich, mit meinen Mitteln, ohne Löten oder ähnliche Verbindungstechniken, zu ähnlichen Ergebnissen zu kommen wie die antiken Künstler es mit Löten, Verschmelzen und Gießen geschafft haben.

Verwendete Materialien:

Metalle (als Draht):

  • Silber 925/935

    Silber925 bedeutet, die Legierung besteht aus 92,5% Silber und 7,5% andere Stoffe. Feinsilber mit 99,9% Reinheit ist zu weich und wird grundsätzlich nicht für Schmuck verwendet.

    Silber925 ist das sog. „Sterling“-Silber und im Normalfall das reinste Schmucksilber.

    Neuerdings bekomme ich den Draht bei den meisten Metallhändlern nur noch in der geringfügig reineren Form als 935er (also 93,5% rein).
    Hintergrund ist wohl, dass die meisten Goldschmiede auch Teile anlöten. Da das Lot einen geringeren Reinheitsgrad hat, soll so gewährleistet werden, dass auch komplette Stücke am Ende wieder 92,5% erreichen.

    Da ich nicht immer bei der gleichen Quelle Einkaufe, habe ich also mal 925er und mal 935er zur Hand; gestempelt (soweit am Stück ein geeigneter Platz zum Stempeln vorhanden ist) wird immer mit der Angabe „925“ als Mindestgarantie.

    Für wenige Stücke, die höhere Festigkeit erfordern (z.B. Nähnadeln) verwende ich auch Silber835, also zu 83,5% rein. Die Beimischungen erhöhen die Festigkeit.

  • Bronze ( Stärken 0,8mm / 1,2mm)

    Mein Bronzedraht wird in einem Drahtwerk nach meinen Vorgaben gefertigt.

    Zu jeder Lieferung gibt es ein Prüfzeugnis, in dem auch die genaue Zusammensetzung aufgeführt ist. Die Details werden für die wenigsten von Interesse sein, wesentlich ist vor allem die extrem geringe Verunreinigung mit Zink und NIckel.
    (bisher höchste bei 0,02% Zink und 0,05% Nickel; niedrigste bei 0,001% Zink und 0,01% Nickel)

    Eine Kundin, die Bronzeringe von den meisten Händlern höchstens 10min tragen kann, bevor sie Ausschlag am Finger bekommt, hat mal einen Ring von mir Probeweise gekauft – nach 1 Monat kam die Rückmeldung „bisher keine Probleme“.

    Das ist KEINE Garantie für völlige Allergiefreiheit, aber eine positive Prognose für die meisten Betroffenen – nur wenige besonders schwere Fälle dürften mit diesem Material Probleme haben.

  • Bronze (andere Stärken)

    95% meiner Artikel fertige ich in den vorher beschriebenen Drahtstärken an.

    In den wenigen Fällen, in denen ich mal 0,5mm, 1,0mm o.ä. brauche, muß ich den Draht leider bei einem Kollegen zukaufen, da die Mindestmengen bei meinem Drahtwerk auf einen 30-Jahres-Vorrat hinaus laufen würden…

    Für diese Drähte habe ich daher kein eigenes Prüfzeugnis, die Erfahrungen jedoch sind ähnlich positiv.

    Wenn ich ausreichend Interessenten finde, werde ich mir die anderen Drahtstärken auch direkt bei meinem Werk beschaffen, bisher sind aber noch keine Sammelbestellungen zustande gekommen.
    (Bei Interesse bitte im Katalog unter „Material“ schauen)

  • Messing

    In Verarbeitung und Festigkeit der Bronze sehr ähnlich, jedoch gelblicher in der Farbe; beim altern eher etwas grünstichig abdunkelnd.

    Hauptunterschied ist, dass Bronze eine Legierung aus vorwiegend Kupfer und Zinn ist, Messing dagegen Kupfer und Zink – was für Zink-Nickel-Allergiker logischerweise problematisch wird.

    Insgesamt ist Bronze als Schmuckmaterial historisch gesehen etablierter, zudem für die meisten Allergiker besser verträglich und wird daher von mir grundsätzlich bevorzugt.

    Daher fertige ich in Messing nur Stücke an, die i.d.R. keinen längeren Hautkontakt haben – Gürtel, Fibeln, Gewandschließen z.B. kann ich Bedenkenlos in Messing anbieten.

  • Kupfer; blank

    Gelegentlich gibt es den einen oder anderen Liebhaber, der seinen Schmuck unbedingt in Kupfer haben möchte.

    Solche Wünsche erfülle ich nach Möglichkeit, obwohl ich persönlich Kupfer als Schmuckmaterial nichts abgewinnen kann – wo Bronze mit einem dunkleren Glanz altert, wird Kupfer einfach nur „schlammbraun“, und oft ist es auch nicht so rein, wie man als Zink-Nickel-Allergiker gerne hätte.
    (Dementsprechend gelten die gleichen Einschränkungen für Anwendungsbereiche wie bei Messing)

    Zudem ist es natürlich zunächst deutlich weicher als Bronze oder Messing, bekommt aber trotzdem schneller Ermüdungserscheinungen (bei mehrmaligem Verbiegen Bruchanfälligkeit an der betroffenen Stelle).

  • Kupfer; versilbert

    Auf Wunsch kann ich viele Stücke auch in Kupfer mit dünner Beschichtung aus Silber fertigen.

    Ich mache das eher ungern, weil sowohl die Allgergie-Problematik als auch die Dauerhaftigkeit eine Rolle spielen, aber in besonderen Fällen muß es nunmal ein Silber-Look für kleinen Etat sein.

    Z.B. wenn ein Stück nur ein oder zwei mal zu einem Kostüm getragen werden soll o.ä.

    Die Beschichtung hält nicht ewig; wo sich massives Silber fast beliebig oft aufpolieren läßt, reibt man eine dünne Beschichtung nach einigen Poliervorgängen ab.

    Versilbertes Kupfer ist (vermutlich durch den Schichtweisen Aufbau) nicht ganz so weich wie reines Kupfer.

  • Kupfer; vergoldet

    Hier gilt im wesentlichen das gleiche wie bei versilbertem Kupfer.

Soll ein Stück in einem Material ausgeführt werden, das nicht in der Preistabelle enthalten, sondern als „andere verfügbare“ oder „sonstige“ o.ä. angegeben ist, so handelt es sich um eine Sonderanfertigung im Sinne von §12(2) / §12(3) der AGB.


Perlen & Steine

Beides verwende ich nur für wenige Modelle.

Die Glasperlen sind je nach Modell teilweise von mir bekannten Perlendrehern handgefertigt – einige nach meinen Maßgaben in Kleinserie; aber ich stöbere auch immer mal in deren Auslagen.

Diese handgefertigten Perlen kommen z.B. an den Bügelfibeln mit Perle als Bügelzier zum Einsatz.

Andere Perlen – insbesondere kleine, die in größerer Stückzahl verwendet werden (z.B. bei den römischen Knotenketten) sind aus verschiedenen Quellen in Packungsgrößen zwischen 10 Stück bis 200 Stück zugekauft – hierbei dürfte es sich bei Preisen zwischen 0,50 bis 0,01 € / Stück regelmäßig um Industrieware handeln.

in jedem Fall gilt:
Glas- und Steinperlen sind nicht immer in beliebiger Menge wiederbeschaffbar. Die Industrieperlen habe ich manchmal nur als Restbestände gefunden, die handgefertigten werden immer leichte Abweichungen zeigen und waren in vielen Fällen ohnehin Einzelstücke in der Auslage der Perlendreher; keine Serienfertigungen.

Steinperlen erhalte ich vorwiegend von großen Perlen-Shops; ich kann in den meisten Fällen nicht nachvollziehen, aus welchem Abbau sie stammen und wo/von wem sie angefertigt wurden.

Wegen des ständig wechselnden Sortimentes bitte ich um Ihre Anfrage, wenn Ihnen eines meiner Schmuckmodelle gefällt, Sie aber gerne eine anderen Perlenfarbe/Form/Material im gleichen Muster verarbeitet hätten.
Ich schaue dann gerne, was ich in der gewünschten Richtung am Lager habe oder beschaffen kann oder mache Alternativvorschläge.
(Sonderanfertigung; es gilt §12(2) und §12(3) der AGB)


Zubehörteile / Anbauteile

Kleinteile wie Ohrring-Haken, Kettenverschlüsse (Karabiner und Federringe) u.ä. werden bei Fachhändlern für Goldschmiedebedarf und Halbzeuge in Deutschland zugekauft.

  • Ketten

    Für Ketten aus Silber kommen grundsätzlich entweder selbstgefertigte Hakenverschlüsse aus dem gleichen Material wie die Kette zum Einsatz ODER moderne Verschlüsse aus Silber925.

    Bei Ketten, für die Selbstgefertigte Haken vorgesehen sind, wird für einen zugekauften Verschluß ein Aufpreis fällig (siehe Katalog oder Angebotsschreiben).

    Bei Ketten, die von vornherein mit modernem Verschluß geplant sind, ist die Variante mit dem niedrigsten Preis inklusive.

    Andere Varianten (größere Ausführung, Karabiner statt Federring o.ä.) sind Aufpreispflichtig.

  • Ohrringe

    Nur wenige Ohrring-Modelle sind aus authenzitätsgründen mit selbstgemachten Haken aus dem gleichen Material ausgestattet, diese sind im Preis enthalten.

    Die meisten Ohrringe werden mit zugkauften Häkchen zum einhängen geliefert.
    Im Preis enthalten sind dabei immer einfache, geschlossene Hänger („Ohrfedern“) in Nicht-Silber-Ausführung.
    (lt. Hersteller nickelfrei).

    Hier stehen Goldfarbene Exemplare für Ohrringe aus Bronze, Messing, vergoldetem Kupfer oder Kupfer zur Verfügung.

    Für Ohrringe aus Silber oder versilbertem Kupfer sind silberfarbene Hänger vorgesehen.

    Gegen Aufpreis stehen auch Schweifchen (offene Aufhänger) oder Ohrfedern und Schweifchen aus Silber925 zur Verfügung.
    (s. Preistabelle im Katalog oder Angebotsschreiben)